Cookie Consent by PrivacyPolicies.com
COPSY-Studie

Junge Menschen brauchen Angebote mit realen Kontaktmöglichkeiten. Dies trägt nicht nur zu ihrer Lebensqualität bei, sondern auch zum Schutz ihrer psychischen Gesundheit. Das hat die COPSY-Studie ergeben, die vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wird, und die die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ermitteln will. Daneben sollten durch die Studie Einflussfaktoren identifiziert werden, welche die psychische Gesundheit von jungen Menschen in Krisensituationen fördern. Die sich daraus ergebenden Empfehlungen, um Kindern und Jugendlichen während Corona zu helfen, sind für Organisationen wie den Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) ermutigend.

Unter den zentralen Erkenntnissen der Studie sind folgende Ergebnisse:

  • Mehr als ein Viertel der befragten Kinder und Jugendlichen streiten sich nach eigener Wahrnehmung häufiger als zuvor.
  • Jeder vierte Jugendliche gibt an, dass sich das Verhältnis zu Freunden verschlechtert habe durch den eingeschränkten persönlichen Kontakt.
  • Psychische Auffälligkeiten sind stark angestiegen (von 18 auf 30 Prozent).
  • Depressive Symptome, generalisierte Änglistlichkeit, psychosomatische Beschwerden und schädliches Gesundheitsverhalten haben signifikant zugenommen.

Diese Auswirkungen sind verstärkt bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund, niedrigen Bildungsabschlüssen, beengtem Wohnraum, etc. festzustellen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), der auch der EC angehört, teilt dazu mit: „Die Ergebnisse der COPSY-Studie machen deutlich, dass evangelische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen starke Resilienzfaktoren für ihre psychische Gesundheit bietet. Soziale Unterstützung und Optimismus sind zwei von drei in der Studie genannten Faktoren.“

Kreative Ideen und die Bereitschaft, auch im kleinen Rahmen, innerhalb der gesetzlich möglichen Rahmenbedingungen, Beziehungsarbeit zu leisten, sind deswegen besonders wichtig. Dass Kontaktbeschränkungen bestehen, ist ohne Zweifel wichtig.

Sobald diese aufgehoben oder Kontaktmöglichkeiten ausgeweitet werden, ist es für junge Menschen wichtig, dass wieder Angebote mit realen Begegnungen bestehen.

Zur Studie: Für die COPSY-Studie wurde von Mai bis Juni 2020 eine umfangreiche Online-Befragung bei jungen Menschen und ihren Familien durchgeführt. Die Studie ist repräsentativ und bezieht sich auf 7-17-Jährige. Eine Folgebefragung wurde durchgeführt und wird derzeit ausgewertet.

Weitere Informationen zur Studie gibt es hier.

PDF
Ermutigung aus COPSY Studie

?