„Meine Berufung: Handwerk“ Statement zu: „Berufen – Glaubst du nicht? Bist du aber!“

Das Thema Berufung ist ein Thema, das viele Jugendliche und junge Erwachsene beschäftigt. In der letzten Ausgabe der Entschieden und auf Social Media gaben sechs von ihnen ein Statement ab, was Berufung für sie bedeutet. 

Hi, mein Name ist Benny und ich bin inzwischen schon im dritten und damit auch letzten Ausbildungsjahr meiner Schreinerlehre. Wieso gerade Schreiner? Dadurch, dass mein Opa eine eigene Werkstatt hatte, war ich schon früh von Maschinen, Holz, Fahrzeugen und was sonst noch so dazu gehört fasziniert. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie unser Opa mich und meine Brüder im alten Mercedes Laster oder auf dem Dieselgabelstapler mitgenommen hat. Das waren Highlights meines achtjährigen Ichs. Und auch wenn ich zurückblicke und sehe, was mein Opa alles aufgebaut und erarbeitet hat, habe ich größten Respekt. Doch bis ich dann später tatsächlich die Entscheidung getroffen habe, ins Handwerk zu gehen, sollten noch ein paar Jahre ins Land ziehen. Obwohl ich mir noch während meiner Schulzeit recht sicher war, nicht studieren zu wollen, wollte ich mein Abi trotzdem erst beenden, treu nach dem Motto: Was man hat, das hat man. Danach kam erst noch ein FSJ beim Team-EC, welches mich tatsächlich in meinen Plänen, danach mit einer Schreinerlehre weiterzumachen, sehr bestärkt hat, da ich dort immer wieder die Möglichkeit hatte, mit Holz zu arbeiten und mich in der Werkstatt des damaligen Technischen Leiters auszutoben. Ich denke es waren vor allem drei Gründe, welche mich ins Handwerk lockten. Sie waren, wenn man so will, meine Berufung.  

1. Der Betrieb und die Werkstatt, die mein Opa aufgebaut und meine Mama weitergeführt und erhalten hat, sind für mich eine tolle Möglichkeit mich einzubringen. 

2. Von meinen Begabungen passt es auch ganz gut. Ich bin nicht so sehr der Theoretiker, sondern arbeite gerne praktisch. Außerdem arbeite ich gerne im Team. 

3. Die Arbeit mit Holz macht mir meist Freude und am Ende des Tages sehen zu können, was man mit seinen Händen geschaffen hat, ist immer wieder ein schönes Gefühl. Natürlich gibt es auch Tage, an denen nichts zu klappen scheint und alles in die Hose geht, aber wie mein Uropa schon zu sagen pflegte: „Wo gehobelt wird, da fallen Späne.“   

Meine Berufung zur Jugendarbeit hingegen hat eine ganz andere Grundlage. Ich bin selbst als Kind und Teen in die christlichen Kreise meiner Gemeinde gegangen und besuche auch heute noch regelmäßig den Jugendkreis. Ich bin sehr dankbar, dass es diese Gruppen und Kreise gab und gibt, denn all das prägte mich und begleitete mich in meinem Glauben. Da für mich diese Gruppen so wertvoll waren, ist es für mich auch ein Anliegen, deren Weiterbestehen zu sichern und mitzuarbeiten.     

Benjamin Kolb

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